Marbacher Tor auf der Zielgeraden: EgeTrans gibt Einblicke in neue Standorterweiterung
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Das Bauprojekt Marbacher Tor nimmt immer mehr Gestalt an. Kurz vor der Fertigstellung der Standorterweiterung hat EgeTrans Bürgermeister Jan Trost, Mitglieder des Marbacher Gemeinderats sowie Vertreter der Stadtverwaltung am Unternehmenssitz in Marbach am Neckar begrüßt. Neben einem Rundgang durch die neuen Gebäude erhielten die Gäste Einblicke in das internationale Logistikgeschäft von EgeTrans und aktuelle Entwicklungen im Welthandel.
Bevor es in die neuen Räumlichkeiten ging, stellte EgeTrans den Gästen zunächst das eigene Logistikgeschäft vor. Chief Operating Officer (COO) Dominik Braun gab einen kompakten Einblick in internationale Warenströme und zeigte auf, wie Veränderungen im Welthandel die Arbeit eines global tätigen Logistikdienstleisters beeinflussen.
Im anschließenden Austausch entwickelte sich daraus eine lebhafte Diskussion. Im Mittelpunkt standen unter anderem aktuelle Veränderungen internationaler Handelsströme und deren Auswirkungen auf Lieferketten und Transportkosten. Gleichzeitig erläuterte Braun die strategische Weiterentwicklung des EgeTrans-Geschäfts: Aufbauend auf der langjährigen Expertise im Transatlantikverkehr baut das Unternehmen seine Aktivitäten in Asien weiter aus – insbesondere in den Märkten Indien und China.
Mit seinen internationalen Kunden und weltweiten Transportverbindungen ist EgeTrans global ausgerichtet. Gleichzeitig zeigte der Blick auf ausgewählte Kunden aus Marbach und der näheren Umgebung, dass das internationale Logistikgeschäft des Unternehmens auch unmittelbar mit dem Wirtschaftsstandort rund um den eigenen Hauptsitz verbunden ist.
Investition in den Standort Marbach
Im Mittelpunkt des anschließenden Rundgangs stand das Marbacher Tor selbst. Geschäftsführer Marcel Steinmüller führte die Gäste persönlich durch die neuen Gebäude und gab Einblicke in das Konzept und die künftige Nutzung der Standorterweiterung.
Mit dem Marbacher Tor erweitert EgeTrans seine Firmenzentrale am Marbacher Neckarufer um zwei weitere Baukörper. Unter dem Leitgedanken „Wohnen und Arbeiten am Wasser“ verbindet das Projekt zusätzliche Gewerbeflächen mit neuem Wohnraum. Insgesamt entstehen rund 4.812 Quadratmeter oberirdische Nutzfläche. Die Gewerbeflächen bieten Platz für etwa 120 bis 130 Büroarbeitsplätze.
„Wir werden diese zusätzlichen Arbeitsplätze natürlich nicht von heute auf morgen selbst besetzen. Die Flächen geben uns vielmehr den Raum, EgeTrans am Standort Marbach langfristig weiterzuentwickeln. Bis wir diese Kapazitäten vollständig selbst benötigen, wollen wir Teile der Gewerbeflächen auch extern vermieten. Interessenten dürfen sich also gerne bei uns melden“, erklärt Geschäftsführer Marcel Steinmüller.
Beim Rundgang konnten sich die Gäste auch einen Eindruck davon verschaffen, wie sich die Gebäude in ihre Umgebung einfügen. Dabei zeigte sich, dass das Ensemble vor Ort deutlich luftiger wirkt, als es die Visualisierungen während der Planungs- und Bauphase teilweise vermuten ließen. Mit seiner markanten Architektur unmittelbar am Neckar prägt das Marbacher Tor künftig den Ortseingang der Schillerstadt mit.
Die neuen Büroflächen schaffen zusätzliche Kapazitäten für die weitere Entwicklung von EgeTrans am Standort Marbach. Bereits das 2017 bezogene Bestandsgebäude war infolge des Unternehmenswachstums innerhalb weniger Jahre an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. Das Marbacher Tor setzt diese Entwicklung fort und ist zugleich so konzipiert, dass die Gewerbeflächen flexibel genutzt werden können.
Wohnraum als Angebot für Mitarbeitende
Ein wesentlicher Bestandteil des Marbacher Tors sind 20 neue Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen. Damit schafft EgeTrans nicht nur zusätzliche Büroflächen, sondern auch attraktiven Wohnraum für Mitarbeitende in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz.
Gerade in einer Region, in der geeigneter Wohnraum schwer zu finden ist, bietet dies einen konkreten Mehrwert. Die Wohnungen können beispielsweise neuen Mitarbeitenden den Einstieg bei EgeTrans erleichtern, indem sie zu Beginn eines Beschäftigungsverhältnisses zunächst eine Unterkunft in direkter Nähe zum Unternehmen beziehen können. Darüber hinaus bieten sie eine langfristige Wohnmöglichkeit für Mitarbeitende, die kurze Wege zwischen Arbeitsplatz und Zuhause schätzen.
Die Lage direkt am Neckar und die Nähe zur Marbacher Innenstadt verbinden dabei Wohnqualität mit kurzen Arbeitswegen. Gleichzeitig können dadurch Pendelwege reduziert und zusätzlicher Verkehr vermieden werden. Der Leitgedanke „Wohnen und Arbeiten am Wasser“ wird so zu einem konkreten Bestandteil des Standortkonzepts.
Nachhaltiges Gebäudekonzept
Auch bei der technischen Konzeption spielt ein ressourcenschonender Gebäudebetrieb eine zentrale Rolle. Für die Beheizung und Kühlung wird Geothermie genutzt, wodurch im regulären Betrieb auf fossile Brennstoffe verzichtet werden kann. Ergänzend kommen Luft-Wasser-Wärmepumpen zur Abdeckung von Spitzenlasten zum Einsatz. Auf den Dachflächen ist zudem eine Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von rund 50 kWp vorgesehen.
Unterhalb der Gebäude erstrecken sich zwei Untergeschosse mit einer Nutzfläche von rund 6.271 Quadratmetern. Dort befinden sich neben Technik-, Keller- und Nebenräumen rund 174 Tiefgaragenstellplätze. Weitere 34 Stellplätze entstehen im Außenbereich. Ein Fahrradraum bietet Platz für bis zu 85 Fahrräder.
Langfristig mit Marbach verbunden
Für EgeTrans ist das Marbacher Tor ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Unternehmensstandorts. Seit den 1990er-Jahren hat das international tätige Unternehmen seinen Hauptsitz in Marbach am Neckar. Von hier aus entwickelte EgeTrans insbesondere sein Transatlantikgeschäft und baute sein internationales Netzwerk mit eigenen Standorten in den USA und Mexiko weiter aus.
Der Besuch bot damit nicht nur Gelegenheit, den aktuellen Stand des Bauprojekts zu zeigen. Im Austausch zwischen Unternehmen, Gemeinderat und Stadtverwaltung wurde zugleich deutlich, wie eng die internationale Entwicklung von EgeTrans mit seinem Heimatstandort Marbach verbunden bleibt.
Beim abschließenden Get-together nutzten die Gäste und Vertreter von EgeTrans die Gelegenheit, die Gespräche in lockerer Atmosphäre fortzusetzen.